ZPMC lässt erstes 38.000-Tonnen-Mehrzweck-Schwergutschiff für Chipolbrok zu Wasser

25.05.2026

SHANGHAI, 25.Mai 2026 /PRNewswire/ -- Am 20. Mai stellte Shanghai Zhenhua Heavy Industries (ZPMC) das erste von vier 38.000-Tonnen-Mehrzweck-Schwergutschiffen in seiner Qidong Marine Engineering-Anlage vor. Das Schiff wurde für Chipolbrok, ein chinesisch-polnisches Joint-Venture-Reedereiunternehmen, gebaut.

Das Schiff hat eine Länge von 182 m (597 Fuß), eine Breite von 30 m (98 Fuß) und eine Tiefe von 17 m (56 Fuß), einen Entwurfstiefgang von 9,8 m (32 Fuß) und eine Dienstgeschwindigkeit von 14,5 Knoten. Es ist von DNV klassifiziert. Jedes Schiff ist mit drei von ZPMC entwickelten und hergestellten 350-Tonnen-Kränen ausgestattet, die zusammen eine Hebeleistung von 700 Tonnen haben. Die Schiffe sind für den Transport von übergroßen und schweren Gütern bestimmt, darunter Komponenten von Windkraftanlagen, große Baumaschinen und spezielle Industrieanlagen. Jedes Schiff verfügt außerdem über ein durchgehendes offenes Ladedeck und zwei extra lange Laderäume, von denen der größte 76,8 m (252 Fuß) misst, und bietet damit flexible Ladekapazitäten für eine Reihe von Schwergut-Transportanforderungen.

Die Schiffskonstruktion umfasst mehrere energieeffiziente Merkmale. Das Antriebssystem umfasst Kanalpropeller und Ruderbirnen, die den Kraftstoffverbrauch bei Reisegeschwindigkeit um bis zu 4 % senken. Jedes Schiff ist außerdem mit einem 1.000-kW-Batteriesystem ausgestattet, mit dem das Schiff im Hafen oder bei niedrigen Geschwindigkeiten mit Strom betrieben werden kann, was einen emissionsfreien Anlegebetrieb ermöglicht. Darüber hinaus kann das Schiff über einen Hochspannungs-Landstromanschluss während des Anlegens Strom von den Hafenanlagen beziehen, was den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen während des Anlegens weiter reduziert.

Chipolbrok ist eines der ältesten internationalen Schifffahrts-Joint-Ventures Chinas. Das Unternehmen nimmt vier Schiffe dieser Serie in Empfang. Das zweite Schiff lief am 17. Mai vom Stapel, während das dritte und vierte Schiff im März auf Kiel gelegt wurden und sich derzeit im Bau befinden. Nach ihrer Auslieferung werden die Schiffe zur Flotte von Chipolbrok gehören, die weltweit Schwergut- und Großraumfrachtrouten bedient.

Mit Blick auf die Zukunft wird ZPMC seine Aktivitäten im Bereich Spezialschiffe und Offshore-Ausrüstung weiter ausbauen, seine Konstruktions- und Fertigungskapazitäten weiterentwickeln und seine internationalen Schifffahrtspartnerschaften ausweiten. Aufbauend auf seiner Erfahrung mit großen Offshore- und Schwermaschinenbauprojekten will das Unternehmen seine Position im globalen Marine- und Offshore-Sektor stärken.

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Medizin-Chips treiben Silicon Saxony in neue Wachstumsphase

15.06.2026

Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.

In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.

Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.