Weltweit kleinste einsatzfähige optische Bodenstation für den verlegbaren Einsatz beweist ihre Leistungsfähigkeit in erfolgreichen Tests

28.05.2026
  • Sichere und schnelle Datenübertragung zwischen Weltraum und Boden
  • Kompatibel mit dem Standard der U.S. Space Development Agency
  • Liz Lloyd, Raumfahrtministerin des Vereinigten Königreichs, begrüßte die Nachricht
  • Einheiten zum Kauf und Serviceverträge verfügbar

OXFORD, England, 28. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Archangel Lightworks, das Unternehmen für Laserkommunikation, hat Feldversuche mit der TERRA-M, der weltweit kleinsten einsatzfähigen optischen Bodenstation für den verlegbaren Einsatz, erfolgreich abgeschlossen und damit ihre Leistungsfähigkeit nachgewiesen. Die Nachricht wurde von Liz Lloyd, Raumfahrtministerin des Vereinigten Königreichs, ausdrücklich begrüßt. Die Tests wurden vom Defence Science and Technology Laboratory des Vereinigten Königreichs finanziert.

Hat ihre Leistungsfähigkeit bewiesen: die verlegbare, einsatzfähige optische Bodenstation TERRA-M von Archangel Lightworks

Im Rahmen eines mehrtägigen Feldtests in der Mittelmeerregion Anfang dieses Monats wurden Daten sicher und schnell zwischen der TERRA-M und einem Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn übertragen. Bei den Feldversuchen wurde der Laserkommunikationsstandard der US-amerikanischen Space Development Agency eingesetzt und die Versuche wurden über mehrere Überflüge hinweg wiederholt, um die Zuverlässigkeit nachzuweisen.

Die TERRA-M ist nur ein Bruchteil so groß wie herkömmliche optische Bodenstationen. Ihr optischer Kopf ist lediglich 1,1 m hoch und hat einen Durchmesser von 0,7 m. Sie benötigt keine externe Kuppel, lässt sich problemlos mit einem leichten Fahrzeug oder Flugzeug transportieren und kann einfach auf einem Gebäudedach eingesetzt werden. TERRA-M-Einheiten und Ground-Station-as-a-Service-Verträge werden bereits von Kunden erworben und an sie ausgeliefert.

„Die TERRA-M ist auf einzigartige Weise in der Lage, Daten schnell und sicher mit Satelliten zu übertragen. Zugleich ist sie klein genug, um dort eingesetzt und erneut verlegt zu werden, wo sie benötigt wird", sagte Richard Johanson, Geschäftsführer von Archangel Lightworks.

„Wir arbeiten darauf hin, widerstandsfähige, groß angelegte und verlegbare Netzwerke optischer Bodenstationen bereitzustellen", ergänzte Johanson. „Die Nachfrage nach weltraumgestützten Informations- und Konnektivitätslösungen wächst weiterhin exponentiell. Wir freuen uns, dass unsere Technologie eine Rolle in dieser spannenden neuen globalen Kommunikationsinfrastruktur spielen wird."

Raumfahrtministerin Liz Lloyd sagte: „Archangel Lightworks ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie britische Innovation bei der nächsten Generation der Raumfahrttechnologie weltweit führend ist. Die erfolgreichen Tests der TERRA-M zeigen, dass das Vereinigte Königreich bei der Laserkommunikation an vorderster Stelle steht und hochmoderne Produkte entwickelt, auf denen die Zukunft der globalen Konnektivität beruhen wird."

„Investitionen in eigene Fähigkeiten wie diese stärken unsere nationale Sicherheit, fördern Wirtschaftswachstum und eröffnen Chancen für Gemeinschaften, die sie am dringendsten benötigen", ergänzte Lloyd. „Die Regierung des Vereinigten Königreichs ist stolz darauf, Archangel Lightworks unterstützt zu haben. Dies zeigt deutlich, was unser Raumfahrtsektor leisten kann."

Dank ihrer geringen Größe kann die TERRA-M problemlos weit entfernt von bestehender Kommunikationsinfrastruktur eingesetzt werden – das heißt am „Edge" von Netzwerken. Im Gegensatz zu bestehenden optischen Bodenstationen benötigt sie weder ein eigenes Gebäude noch eine feste Schutzkuppel. Ihr modulares Design wurde entwickelt, um eine breite Interoperabilität mit einer Vielzahl von Laserkommunikationsstandards und Terminals zu ermöglichen.

Laserkommunikation zu und von Satelliten ist ein zentraler Bestandteil der nächsten Generation der Weltrauminfrastruktur. Sie unterstützt den schnell wachsenden Satellitenverkehr und bietet eine sichere Alternative mit hoher Kapazität zur funkbasierten Datenübertragung. Zu den wichtigsten Anwendungen der Laserkommunikation gehören Satelliteninternet-Backhaul und die Übertragung von Erdbeobachtungsdaten. Laserkommunikation unterstützt außerdem Weltraumforschungsmissionen wie Artemis.

Die Technologie kann sowohl im kommerziellen Bereich als auch im Verteidigungsbereich eingesetzt werden und umgeht die Schwachstellen, die mit terrestrischen Kabeln und Unterseekabeln verbunden sind. Sie verfügt außerdem über das Potenzial, Gemeinden Zugang zu Satellitenkommunikation mit hoher Kapazität zu verschaffen und so die digitale Kluft zu verringern. Da Rechenleistung durch orbitale Rechenzentren zunehmend in die Umlaufbahn verlagert wird, wird optische Bodeninfrastruktur eine immer wichtigere Rolle für eine nahtlose Konnektivität zwischen Netzwerken im Weltraum und Netzwerken am Boden spielen.

Zu den Investoren von Archangel Lightworks gehören Santander Alternative Investments, National Security Strategic Investment Fund, Blackfinch Ventures, Oxford Capital, Lycka Limited und Oxford Science Enterprises. Das Unternehmen sammelte im vergangenen Monat in einer überzeichneten Serie-A-Finanzierungsrunde 13,5 Millionen US-Dollar (10 Millionen Pfund) ein. Damit beläuft sich die bisherige Gesamtfinanzierung auf 20 Millionen US-Dollar.

Archangel Lightworks wird außerdem von der UK Space Agency, dem Department of Science and Technology (DSIT) des Vereinigten Königreichs und dem Verteidigungsministerium des Vereinigten Königreichs unterstützt. Das Unternehmen hat Absichtserklärungen mit Unternehmen wie Starcloud und Omantel sowie eine Reihe kommerzieller Verträge abgeschlossen.

Informationen zu Archangel Lightworks

Archangel Lightworks baut verlegbare Kommunikationssysteme, um Netzwerke im Weltraum mit Netzwerken am Boden zu verbinden. Heute sind Netzwerke im Weltraum und terrestrische Netzwerke nicht ausreichend miteinander verbunden, was zu einer unsicheren, unzureichenden und anfälligen Infrastruktur führt. Es werden sichere Verbindungen mit hoher Kapazität zwischen Weltraum und Boden benötigt. Wir reduzieren Größe, Gewicht sowie Leistungsaufnahme (SWaP) optischer Terminals, um Laserkommunikation verfügbar und erschwinglich zu machen. Unser Kernprodukt, die TERRA-M, ist eine optische Bodenstation im Miniaturformat. Die TERRA-M bringt verlegbare, widerstandsfähige Konnektivität dorthin, wo sie benötigt wird, und trägt dazu bei, einige der größten Probleme der Erde zu lösen, von wirtschaftlicher Teilhabe bis zum Klimawandel.

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WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.