ToyTrends der Spielwarenmesse 2027: Therapeutisches Spielen und vielfältige Lizenzhits

05.10.2026
  • Beyond Limits: Spielwaren mit therapeutischem Mehrwert
  • License to Play: für Fans von Klassikern und viralen Newcomern

NUREMBERG, Germany, 5. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Was in den Kinderzimmern von übermorgen gespielt wird, zeigt sich regelmäßig auf der Spielwarenmesse in Nürnberg. Vom 2. bis 6. Februar 2027 liefert sie einen frühen Blick auf die kommenden Trends. Dafür hat das internationale TrendCommittee der Spielwarenmesse aktuelle Entwicklungen und Impulse analysiert und zwei prägende ToyTrends für 2027 identifiziert: Mit „Beyond Limits" rückt ein besonderer Aspekt des Spielens in den Vordergrund: das therapeutische Potenzial von Spielwaren. Der zweite Trend „License to Play" taucht in die vielfältige Welt der lizenzierten Spielwaren ein. Live erlebbar werden die ToyTrends auf der gleichnamigen Sonderfläche zentral im Eingang Mitte der Spielwarenmesse. Zahlreiche Produktbeispiele geben dem Handel wertvolle Inspirationen für die Gestaltung des Sortiments. Abgerundet wird das Angebot durch Trend-Vorträge im Toy Business Forum.

The Spielwarenmesse 2027 ToyTrends: Beyond Limits and License to Play

Spielen als Therapie

Spielwaren leisten weit mehr, als zu unterhalten. Richtig eingesetzt, werden sie unabhängig vom Alter – für Menschen mit Behinderungen, Erkrankungen wie z. B. ADHS, Demenz und Parkinson, in der Reha und zu Hause – zu einem wertvollen therapeutischen Instrument. Dieses Potenzial macht der Trend „Beyond Limits" sichtbar. Er zeigt Produkte, die Menschen dabei unterstützen, ihre motorischen und kognitiven Fähigkeiten zu erhalten oder zu fördern. Spielwaren, die aufgrund ihrer Größe und Haptik an die besonderen Bedürfnisse angepasst sind, gehören dazu. Zu finden sind hier ebenfalls Produkte, die gemeinsame Erlebnisse schaffen oder dem Gefühl der Einsamkeit entgegenwirken.

Lizenzwelten erobern Fanherzen

Lizenzierte Spielwaren sind wahre Umsatzbringer. Laut des Marktforschungsinstituts Circana haben sie im vergangenen Jahr 37% des weltweiten Spielwarenumsatzes ausgemacht. Als Inspirationsquellen für neue Lizenzwelten dienen nicht mehr nur Charaktere aus Filmen, Serien und Games, sondern zunehmend auch Memes, GIFs oder kurze Clips, die über Social Media viral gehen. Das macht der Trend „License to Play" deutlich. Vom viralen Hit bis zur vielseitigen Produktwelt vergehen meist nur wenige Monate. Lizenz-Klassiker wie Pokémon, Star Wars oder One Piece erreichen Kinder plattformübergreifend im Streaming, Games-Bereich oder auf Social Media. Damit werden das ganze Jahr über Kaufanlässe für Fans geschaffen. Außerdem stellt der Trend asiatische Marken aus dem Anime- und K-Pop-Bereich vor, die sich weltweiter Beliebtheit erfreuen.

Die Webseite www.spielwarenmesse.de/de/toytrends liefert weitere Einblicke in die beiden ToyTrends.

Spielwarenmesse®

Sie ist das globale Leitevent der Branche: die Spielwarenmesse®. Auf der B2B-Veranstaltung präsentieren sowohl Key Player als auch Startups dem Handel aus aller Welt ihre Innovationen und Trends live in Nürnberg. Die Teilnehmenden erhalten auf dem für sie wichtigsten Treffpunkt neben dem umfassenden Produktangebot auch viel Inspiration für ihren Geschäftsalltag sowie wertvolles Branchenwissen und nützliche Marktorientierung. Als Ergänzung liefern die multifunktionale Plattform Spielwarenmesse Digital und das E-Journal „Spirit of Play" ganzjährig Themen, Analysen und Insights rund ums Spielen. Seit 2013 ist die Bezeichnung Spielwarenmesse® als Wortmarke in Deutschland geschützt.

Messetermin: Spielwarenmesse® Dienstag bis Samstag, 2. – 6. Feb 2027

Logo Spielwarenmesse 2027

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Deutsche Bischöfe beenden Beratungen zu Demokratie, Missbrauchsaufarbeitung und Laienbeteiligung

08.10.2026

Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.

Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.

Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.

Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.