Teradar gibt neuen deutschen Hauptsitz bekannt, um seine Führungsposition im Bereich autonomer Fahrzeuge in Europa zu stärken

27.08.2026

Die Teradar GmbH wird die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf den globalen Märkten für autonom fahrende Fahrzeuge durch Chipkomponenten und Lieferketten „Made in Europe" stärken.

BOSTON und WIESBADEN, Deutschland, 17. August 2026 /PRNewswire/ -- Teradar, ein in den USA ansässiger Entwickler von Terahertz (THz)-Bildgebungstechnologie, gab heute die Gründung der Teradar GmbH in Deutschland bekannt, dem ersten europäischen Hauptsitz des Unternehmens. Da Teradar mit seinen Terahertz-Bildgebungssensoren bei den führenden europäischen Automobilherstellern zunehmend kommerziellen Erfolg erzielt, bietet die Teradar GmbH eine neue Chance, die Wettbewerbsfähigkeit Europas auf dem Chipmarkt und auf den globalen Märkten für autonom fahrende Fahrzeuge zu stärken.

Teradar logo

Zwar haben ADAS- und AD-Technologien wie Kameras, Radar und LiDAR die Fahrzeugsicherheit verbessert, doch versagen diese Ansätze in realen Szenarien nach wie vor: bei Nacht, bei schlechtem Wetter oder wenn ungeschützte Verkehrsteilnehmer sich in unmittelbarer Nähe von Fahrzeugen oder anderen Objekten befinden. Diese entscheidende Lücke unterstreicht die Notwendigkeit der Terahertz-Bildgebung, die eine 20-mal höhere Auflösung als herkömmliche Radarsysteme bietet, bei Nebel, Regen und Schnee allwettertauglich ist und in einer Halbleiterbauweise zu geringeren Kosten als Lidar bereitgestellt wird. Nachdem Teradar seinen ersten bezahlten Testauftrag bei einem großen deutschen Automobilhersteller erhalten hat, ist das Unternehmen in einer einzigartigen Position, um die Branche bei der Weiterentwicklung der Fahrzeugsicherheit und der Funktionen für autonomes Fahren zu unterstützen.

Europa hat die Entwicklung sicherheitskritischer Sensor- und autonomer Fahrtechnologien für widrige Wetterbedingungen mit öffentlichen Mitteln in Höhe von über 130 Millionen Euro gefördert, wobei die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, einen Ansatz nach dem Motto „KI an erster Stelle, Sicherheit an erster Stelle" forderte. Sie plädierte für gemeinsame Anstrengungen zur Förderung selbstfahrender Autos und hob dabei die potenziellen Vorteile für die Automobilbranche und die Verkehrssicherheit hervor, die gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie stärken würden.

„Europa hat bei der Weiterentwicklung autonomer Fahrzeuge frühzeitig eine Vorreiterrolle übernommen, und die Sicherheitsvorteile der Terahertz-Bildgebung werden diesen Kurs weiter sichern", so Dr. Gunnar Juergens, Senior Vizepräsident für Geschäftsentwicklung und Kundenerfolg. „Nur Europa ist in der Lage, die Chips herzustellen, die für die Umsetzung dieser globalen Technologie erforderlich sind. Dies ist eine einmalige Gelegenheit, die technologische Führungsrolle in einem Bereich der Chiptechnologie einzunehmen, der für das automatisierte Fahren und die Sicherheit von grundlegender Bedeutung ist."

Die schnell voranschreitende Einführung der Terahertz-Bildgebung in Europa eröffnet eine einmalige Chance, die technologische Führungsrolle im Bereich Fahrzeugsicherheit und Autonomie zurückzugewinnen. Europäische Chiphersteller und Erstausrüster der Automobilindustrie streben ab 2028 die Integration dieser Komponenten in Fahrzeuge an, sofern die europäischen Vorschriften rechtzeitig angepasst werden. Die Unterstützung durch die Regulierungsbehörden wird ein entscheidender Erfolgsfaktor sein, um rasche Fortschritte bei der Einführung zu ermöglichen. Führende Unternehmen aus ganz Europa – darunter BMW, Mercedes-Benz, Volvo, CARIAD, STMicroelectronics, Valeo, Forvia-Hella und CLAAS – haben sich für die unverzügliche Durchführung von Kompatibilitätsstudien zur Terahertz-Bildgebungstechnologie ausgesprochen.

„Autonome Fahrzeuge der nächsten Generation müssen unter realen Wetter- und Lichtverhältnissen zuverlässig funktionieren, nicht nur unter idealen Testbedingungen. Technologien wie die unsere stehen von Natur aus im Einklang mit den europäischen Zielen in den Bereichen öffentliche Sicherheit, Umweltverträglichkeit und regionale Wettbewerbsfähigkeit", schloss Juergens. „Unser Ziel bei der Teradar GmbH ist es, europäischen Herstellern die Möglichkeit zu geben, die in Europa immer höher gesteckten Leistungsanforderungen zu erfüllen und zu übertreffen, die Kompatibilität mit künftigen globalen Sicherheitsstandards sicherzustellen und gleichzeitig die rasche Einführung zuverlässiger, wetterbeständiger Systeme für das automatisierte Fahren zum Wohle aller zu unterstützen."

Informationen zu Teradar

Teradar läutet mit dem weltweit ersten Terahertz-Bildsensor eine neue Ära der Wahrnehmung ein und ermöglicht damit eine Bildgebung in ultrahoher Auflösung bei jedem Wetter und unter allen Lichtverhältnissen. Teradar wurde in Boston von einem wegweisenden Team des MIT und der Stanford University gegründet, das über mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Automobiltechnik, fortschrittliches Chipdesign, Elektromagnetik, Photonik und Systemtechnik verfügt. Die Festkörper-Chip-Technologie von Teradar ermöglicht sicherere und intelligentere Fahrzeuge und ebnet den Weg für bahnbrechende Anwendungen in den Bereichen Mobilität, Verteidigung und darüber hinaus. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter teradar.com.

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Deutsche Bischöfe beenden Beratungen zu Demokratie, Missbrauchsaufarbeitung und Laienbeteiligung

08.10.2026

Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.

Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.

Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.

Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.