MALMÖ, Schweden, 24. August 2026 /PRNewswire/ -- In 38 % der Haushalte lässt jemand heimlich Dinge herumliegen und hofft, dass sich jemand anderes darum kümmert. (Das werden sie nicht.) Willkommen beim stillen Protest. Das ist eine von vielen Erkenntnissen aus dem IKEA-Bericht „Store & Organise" 2026: Sinn im Chaos finden.
Das Leben zu Hause wird immer hektischer und der Platz immer knapper – deshalb konzentriert sich IKEA in diesem Jahr darauf, den Menschen zu mehr Ruhe zu verhelfen, und nicht nur Stauraum zu bieten.
Im Rahmen der Studie wurden 31.488 Menschen in 31 Märkten befragt – und es zeigte sich, dass Unordnung zu echten Spannungen im häuslichen Umfeld führt. Nirgendwo trifft dies mehr zu als auf die Küchenarbeitsplatte – der Bereich, der am schwersten aufgeräumt zu halten ist (24 %) und am ehesten zu Streitigkeiten führt (37 %).
Jeder Zehnte von uns nutzt den Backofen sogar als Stauraum; in Südkorea sind es sogar 21 %. Irgendwo wird jemand gleich eine sehr unangenehme Überraschung erleben.
Die Wohnräume werden immer kleiner. Es gibt jedoch einen deutlichen Trend hin zu „sinnvollem Chaos": Bewusst besitzen, das behalten, was Wert hat. Da 59 % ein wohnliches Zuhause einem minimalistischen vorziehen, war das Ziel vielleicht gar nicht, ein perfektes Zuhause zu schaffen.
„Die Menschen suchen nicht mehr nach einem perfekten Zuhause. Sie wünschen sich ein Zuhause, das zu ihnen passt – eines, das ihre Geschichten, ihre Erinnerungen und die Dinge, die ihnen wichtig sind, in sich trägt. Was wir aufbewahren, sagt viel darüber aus, wer wir sind. Es ging nie nur um Sachen. Wir bei IKEA sind davon überzeugt, dass jeder ein Zuhause verdient, das zu ihm passt. „Dafür sind clevere, erschwingliche Lösungen da", sagt Licca Li, Managerin für Wohnkultur und Ladengestaltung bei der Ingka Group (IKEA).
82 % bewahren Dinge ausschließlich aus sentimentalen Gründen auf, auch wenn sie nur selten benutzt werden oder außer Sichtweite sind. Dann gibt es noch die 26 %, die Andenken an vergangene Beziehungen verstecken – Männer dabei häufiger als Frauen.
68 % der Haushalte haben eine „Schublade des Untergangs" – und was befindet sich darin? Vor allem Kabel. 54 % der Männer der Babyboomer-Generation bewahren sie immer noch für Geräte auf, die sie gar nicht mehr besitzen.
Wenn Gäste kommen, gibt jeder Zehnte zu, Verabredungen mit Freunden abzusagen, weil das Haus zu unordentlich ist, und 34 % räumen vor deren Ankunft schnell die Unordnung weg.
Dennoch betrachten weltweit 15 % Unordnung als eine Form von Kreativität – in China sind es sogar 31 %, in Japan hingegen nur 4 %. Vielleicht war das Ziel ja gar nicht, ein perfektes Zuhause zu haben, sondern einfach nur ein glückliches.
Weitere Informationen finden Sie unter im IKEA-Bericht „Store & Organise" 2026 unter sowie unter und im Ingka-Newsroom unter.
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Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.
Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.
Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.
Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.