Neue globale Studie: Cybersicherheitsrisiken gehören für mehr als ein Drittel der Industrieunternehmen zu den größten Wachstumshindernissen

22.09.2026

Industrieunternehmen erhöhen Investitionen in Cybersicherheit, da vernetzte Abläufe, die Einführung von KI und die Konvergenz von IT/OT die Betriebsrisiken erhöhen

MILWAUKEE, 22. September 2026 /PRNewswire/ -- Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK), das weltweit größte Unternehmen für industrielle Automatisierung und digitale Transformation, hat heute den Branchenbericht „Betriebliche Resilienz im Zeitalter der Konnektivität" veröffentlicht. Dieser basiert auf den Beiträgen von 1.500 Entscheidungsträgern aus dem Bereich der Fertigung, die aus Industriebetrieben in 17 Ländern stammen. Die Erhebung zeigt eine Diskrepanz zwischen dem Vertrauen in einen umfassenden Cybersicherheitsschutz und dem operativen Risiko auf. Obwohl Industrieunternehmen in Cybersicherheit investieren, führen diese Investitionen nicht automatisch zu betrieblicher Resilienz.

More Than One-Third of Industrial Organizations See Cybersecurity Risk as a Top Obstacle to Growth, New Global Study Finds

Da Unternehmen weiterhin Systeme der Informationstechnologie (IT) und der Betriebstechnologie (OT) miteinander verbinden, KI-Initiativen skalieren und die Nutzung von Betriebsdaten im gesamten Unternehmen ausweiten, schaffen sie neue Abhängigkeiten, die das Risiko von Cyber-Bedrohungen erhöhen können. Tatsächlich sieht mehr als ein Drittel der Industrieunternehmen das Cybersicherheitsrisiko als eines der größten externen Wachstumshemmnisse an. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, die Resilienz zu stärken, da Betriebsabläufe immer vernetzter werden.

Die wichtigsten Ergebnisse des Berichts zeigen:

  • Unternehmen bleiben trotz zunehmender Gefährdung durch Vorfälle zuversichtlich: Während 46 % der Unternehmen im vergangenen Jahr von einem Cybervorfall betroffen waren, sind 90 % davon überzeugt, dass sie einen Cybervorfall verhindern, eindämmen oder sich davon erholen können.
  • Cybersicherheit liefert eine stark wahrgenommene Kapitalrendite: 62 % der Unternehmen haben bereits in Cybersicherheitsplattformen investiert. Cybersicherheit rangiert zudem an zweiter Stelle bei den von den Befragten angegebenen Technologieinvestitionen, die Kapitalrendite generieren.
  • Unternehmen setzen KI als Teil ihrer Cybersicherheitsmaßnahmen ein: 45 % planen, in den nächsten 12 Monaten KI und maschinelles Lernen bei Cybersicherheitsinitiativen einzusetzen.
  • Die IT/OT-Konvergenz schafft sowohl Risiken als auch Chancen: Punkte der IT- und OT-Integration gelten als die am zweithäufigsten von Cybervorfällen bedrohten Schwachstellen. Gleichzeitig geben 37 % an, dass die Absicherung der IT/OT-Architektur in den nächsten fünf Jahren zu positiven Geschäftsergebnissen führen wird.

„Industrieunternehmen wissen, dass Cybersicherheit direkte Auswirkungen auf Betriebszeit, Kontinuität, Produktivität und Wachstum hat. Mit Technologieinvestitionen allein lassen sich jedoch weder betriebliche Resilienz noch Vertrauen in die Sicherheitslage eines Unternehmens erzielen", sagte Rick Kaun, Global Director, Cybersecurity Services bei Rockwell Automation. „Echte Resilienz entsteht, wenn Cybersicherheit zu einem integralen Bestandteil der Geschäftsstrategie wird. Organisationen, die proaktiv Risiken managen und sich auf Störungen vorbereiten, sind besser aufgestellt, um den Betrieb zu schützen, die Produktion aufrechtzuerhalten und sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen."

Der vollständige Bericht „Betriebliche Resilienz im Zeitalter der Konnektivität" ist HIER verfügbar. Er untersucht, wie Industrieunternehmen die Cybersicherheit stärken, die IT/OT-Konvergenz verwalten und resilientere Betriebsabläufe in einer zunehmend vernetzten Umgebung umsetzen.

Häufig gestellte Fragen:



Was ist betriebliche Resilienz?

Betriebliche Resilienz ist die Fähigkeit von Unternehmen, einen sicheren, geschützten und zuverlässigen Industriebetrieb aufrechtzuerhalten, indem sie proaktiv im Hinblick auf Risiken agieren, Störungen begrenzen und eine schnelle Wiederherstellung nach Vorfällen sichern.

Warum erhöht die IT/OT-Konvergenz das Cybersicherheitsrisiko?

Die IT/OT-Konvergenz erhöht das Cybersicherheitsrisiko, da sie die Angriffsfläche vergrößert, neue Konnektivitätspunkte schafft und es ermöglicht, dass Bedrohungen aus IT-Umgebungen industrielle Abläufe potenziell beeinträchtigen. Da Betriebsdaten, Systeme, Anwender und Verbindungen zu Dritten immer stärker miteinander vernetzt werden, kann ein einzelner Cybervorfall weitreichendere Folgen für die Produktion, die Sicherheit, die Qualität und die Geschäftskontinuität haben.

Wie setzen Industrieunternehmen KI für die Cybersicherheit ein?

Laut der Studie planen 45 % der Industrieunternehmen, in den nächsten 12 Monaten KI und maschinelles Lernen im Bereich der Cybersicherheit einzusetzen, um die Kompetenzen zur Erkennung und Überwachung sowie für das Risikomanagement zu verbessern.

Methodik

In dem Bericht wird das Feedback von 1.560 Befragten aus 17 der führenden Fertigungsnationen analysiert. Unter den Befragten sind Positionen vom Management bis zur obersten Führungsebene vertreten. Der Report wurde von Sapio Research in Zusammenarbeit mit Rockwell Automation erstellt. Die Umfrageteilnehmer stammen aus einer Reihe von Branchen, darunter Konsumgüter, Lebensmittel und Getränke, Automobilindustrie, Halbleiter, Energie, Life Sciences etc. Mit einer ausgewogenen Verteilung der Unternehmensgrößen mit Umsätzen von 100 Mio. bis über 30 Mrd. US-Dollar deckt die Umfrage ein breites Spektrum an Perspektiven im Fertigungssektor ab.

Über Rockwell Automation

Rockwell Automation, Inc. (NYSE: ROK), ist ein weltweit führendes Unternehmen für industrielle Automatisierung und digitale Transformation. Wir verbinden die Vorstellungskraft von Menschen mit dem Potenzial der Technologie, um die Grenzen des Menschenmöglichen zu verschieben und die Welt produktiver und nachhaltiger zu machen. Rockwell Automation hat seinen Hauptsitz in Milwaukee, Wisconsin, und beschäftigt am Ende des Geschäftsjahres 2025 rund 26.000 Problemlöser, die sich für unsere Kunden in mehr als 100 Ländern einsetzen. Um mehr darüber zu erfahren, wie wir das Connected Enterprise® in Industrieunternehmen zum Leben erwecken, besuchen Sie http://www.rockwellautomation.com.

Rockwell Automation logo

 

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Berliner Linke in der Kritik: Koalitionsgespräche scheitern vorerst am Antisemitismus-Thema

08.10.2026

Die Bildung einer neuen Landesregierung in Berlin bleibt vorerst ungewiss. Linke, Grüne und SPD konnten sich zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus weiterhin nicht auf eine gemeinsame Linie im Umgang mit Antisemitismus verständigen. Nach dem dritten sogenannten Vorgespräch verließ die Spitze der drei Parteien am Mittwochnachmittag den Tagungsort ohne öffentliche Stellungnahme. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gilt eine Einigung in der Frage als zentrale Voraussetzung, um in formelle Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierung unter Führung der Linken einzusteigen.

Bereits für Donnerstag ist ein weiteres Treffen angesetzt. Ziel ist es, in dem seit geraumer Zeit in Berlin heftig diskutierten Themenkomplex voranzukommen. Vor allem Teile der Berliner Linken stehen seit längerem wegen Positionen zu Israel, Palästina und zum Thema Antisemitismus in der Kritik. Dabei geht es insbesondere um Äußerungen einzelner Parteimitglieder, die öffentlich als antisemitisch eingestuft oder entsprechend kritisiert wurden. Ohne eine belastbare Verständigung auf gemeinsame Grundsätze wollen SPD und Grüne nach eigener Darstellung den nächsten Schritt hin zu einem möglichen Regierungsbündnis nicht gehen.

Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte durch eine Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September. Dort waren nach dpa-Informationen sowohl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans als auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend. Letzterer soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Der Vorfall hat bei den potenziellen Koalitionspartnern für erhebliche Irritationen gesorgt und den Druck auf die Linke erhöht, sich klarer zu Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zu positionieren.

SPD und Grüne verlangen vor Beginn offizieller Sondierungen eine verbindliche Verständigung zu diesen Themenfeldern. Sondierungen sind die Vorstufe zu formalen Koalitionsverhandlungen, in denen ein Regierungsprogramm und die Ressortzuschnitte ausgehandelt würden. Ohne Konsens über den künftigen Kurs im Kampf gegen Antisemitismus und im Umgang mit problematischen Milieus in der Stadt bleibt der Weg zu einem möglichen Rot-Grün-Roten Bündnis aber blockiert. Welche Alternativen zu einem solchen Bündnis am Ende realistisch wären, ist bislang offen; entscheidend bleibt vorerst, ob die drei Parteien in der strittigen Grundsatzfrage noch zu einer gemeinsamen Linie finden.