Moldova eGovernance Agency führt Nutzung nach europäischen Standards entwickelter digitaler EVO-Identitätsnachweise im Bankwesen ein

17.09.2026

CHISINAU, Moldawien, 17. September 2026 /PRNewswire/ -- Digitale Nachweise aus EVO, der integrierten Regierungs-App Moldawiens, werden nun von vier Banken des Landes akzeptiert: Moldindconbank, FinComBank, EuroCreditBank und Victoriabank, bei denen sich Kunden über EVO identifizieren können. Dies ist Ausdruck einer umfassenden Ausweitung im öffentlichen und privaten Sektor, da Moldawien darauf hinarbeitet, die sichere digitale Identität landesweit zum Standard für den Zugang zu Dienstleistungen zu machen und sich gleichzeitig an das sich entwickelnde europäische Ökosystem für digitale Identitäten anzupassen. EVO wurde im Einklang mit dem Rahmenwerk der EUDI-Wallet entwickelt und soll sichere, einwilligungsbasierte sowie interoperable Transaktionen im Bereich der digitalen Identität unterstützen, einschließlich einer künftigen grenzüberschreitenden Nutzung.

A customer uses digital identity credentials from Moldova’s EVO app to verify their identity at a bank by scanning a QR code and securely sharing the required information.

Durch die Integration werden die bereits in EVO verfügbaren digitalen Dokumente zu wiederverwendbaren Nachweisen für alltägliche Interaktionen mit Dienstleistungen der Privatwirtschaft. Die Identität wird bestätigt, indem ein QR-Code gescannt und die Freigabe der von der Bank angeforderten Informationen bestätigt wird. Die Identität wird bestätigt, indem ein QR-Code gescannt und die von der Bank angeforderten Informationen zur Weitergabe freigegeben werden.

Die eGovernance Agency hat am 1. April 2026 die EVO-Integration für öffentliche und private Organisationen freigegeben. Seitdem hat sich das Ökosystem über die ersten Bankintegrationen hinaus erweitert und umfasst mittlerweile 30 Relying Parties in verschiedenen Phasen der Anbindung, darunter einen der größten Telekommunikationsanbieter Moldawiens sowie die National Bank of Moldova. Bis Ende 2026 sollen mindestens 20 Organisationen produktiv angebunden sein.

„Digitale Nachweise gewinnen erst dann an Wert, wenn die Menschen sie tatsächlich in alltäglichen Situationen nutzen können, und wir streben eine flächendeckende Verbreitung an. Banken gehören zu den Institutionen, in denen eine vertrauenswürdige Identifizierung von größter Bedeutung ist. Daher ist die Einführung von EVO im Bankalltag ein wichtiger Meilenstein. Unser nächster Schritt besteht darin, dieses Ökosystem sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor auszubauen und dabei sicherzustellen, dass das, was wir in Moldawien aufbauen, mit der europaweit entwickelten Infrastruktur für digitale Identitäten kompatibel ist", sagte Nicoleta Colomeeț, Direktorin der Moldova eGovernance Agency.

Von der landesweiten Einführung bis zur europaweiten Interoperabilität

Moldawien entwickelt das EVO Wallet im Einklang mit den EUDI-Wallet-Standards und bringt dabei seine Erfahrungen im Bereich digitaler Nachweise in deren Umsetzung, Erprobung sowie grenzüberschreitende Interoperabilität ein. Als Mitglied des WE BUILD-Konsortiums arbeitet Moldawien gemeinsam mit europäischen Partnern daran, digitale Identitätsnachweise zu validieren sowie Unterschiede zwischen den nationalen Umsetzungen zu ermitteln und zu beheben. EVO hat seine digitale ID im europäischen PID-Format sowie seinen digitalen Führerschein im ISO mDL-Format gemeinsam mit Partnern aus Frankreich, Ungarn, Österreich und Belgien erfolgreich getestet, während bei weiteren Interoperabilitätstests in Moldawien Teams aus Frankreich, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien sowie der Ukraine zusammenkamen.

Für Moldawien, ein EU-Beitrittskandidatenland, ist die digitale Identität Teil eines umfassenderen Übergangs hin zu einer europäischen digitalen Infrastruktur. Nach der Einbindung in Initiativen wie SEPA und „Roam Like at Home" setzt sich dieser Prozess mit der Entwicklung einer interoperablen Wallet für digitale Identitäten auch bei der Identifizierung von Bürgern und der sicheren Weitergabe verifizierter Informationen fort.

Die Moldova eGovernance Agency leitet den Aufbau der digitalen öffentlichen Infrastruktur Moldawiens und die Umgestaltung der öffentlichen Dienstleistungen. Sie entwickelt und betreibt die nationalen digitalen Plattformen für die sichere Online-Interaktion von Bürgern, Unternehmen sowie öffentlichen Einrichtungen. Mit ihrer Arbeit unterstützt sie die europäische Integration Moldawiens und den Übergang zu vollständig digitalen öffentlichen Dienstleistungen. Die EVO-Testzertifikate und der Integrationsleitfaden sind auf der öffentlichen Integrationsseite von egov4dev verfügbar.

 

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Wissenschaftspakt zahlt sich aus: Rhein-Main- und Ruhr-Verbund rücken auf

08.10.2026

Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stellt die Weichen für die nächste Förderperiode – und verschiebt die Gewichte im deutschen Wissenschaftssystem. Zu den bundesweit fünf neuen Exzellenzstandorten gehören die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die sich als Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) durchgesetzt haben. Ebenfalls erfolgreich waren in Nordrhein-Westfalen die Universität zu Köln sowie der Verbund Ruhr Innovation Lab aus TU Dortmund und Ruhr-Universität Bochum.

Für Hessen ist die Entscheidung ein Durchbruch: Erstmals tragen Universitäten des Landes ab 2027 den Titel „Exzellenzuniversität“. Die RMU-Allianz erhält nach Angaben des hessischen Wissenschaftsministeriums über sieben Jahre eine Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro, finanziert zu 75 Prozent vom Bund. Wissenschaftsminister Timon Gremmels spricht von den ersten Exzellenzunis in Hessen und zugleich vom ersten länderübergreifenden Verbund in der Exzellenzstrategie. Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnet den Titel als Meilenstein für die Forschungslandschaft des Landes. Ein mittelhessischer Verbund aus den Universitäten Gießen und Marburg blieb im Wettbewerb dagegen ohne Erfolg.

Auch Nordrhein-Westfalen stärkt seine Rolle als Hochburg der Spitzenforschung. Neben der Universität Köln, die den begehrten Status nach einer früheren Förderphase von 2012 bis 2019 zurückerhält, steigt der Verbund aus TU Dortmund und Ruhr-Uni Bochum als Ruhr Innovation Lab in den Kreis der Exzellenzuniversitäten auf. Nach Angaben des Düsseldorfer Wissenschaftsministeriums baut das Land damit seine Führungsposition aus. Die Universität Bonn und die RWTH Aachen hatten ihren Exzellenzstatus bereits im Frühjahr verteidigt, sodass NRW künftig mit vier Standorten vertreten ist. Ministerpräsident Hendrik Wüst wertet dies insbesondere als Signal für die internationale Sichtbarkeit des Ruhrgebiets als Wissenschafts- und Innovationsstandort.

In Bonn gaben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs als Vize-Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) neben den Standorten in Hessen und NRW auch die Universitäten Freiburg und Jena als neue Exzellenzunis bekannt. Für Einzeluniversitäten sieht das Programm Fördermittel von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr vor, bei Verbünden wie der Rhein-Main-Allianz oder dem Ruhr Innovation Lab können es bis zu 28 Millionen Euro sein. Damit wächst die Riege der Exzellenzuniversitäten, deren bisher neun Standorte – darunter Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, München, Tübingen sowie die Berlin University Alliance – ihre Förderung bereits im Frühjahr um weitere sieben Jahre verlängert hatten. Der Titel ist jeweils an regelmäßige Überprüfungen der Fördervoraussetzungen geknüpft.