LINDIAN ERWIRBT DIE VERBLEIBENDEN 49 % DER ANTEILE UND ERHÄLT DAMIT 100 % DER ANTEILE AN DER VON SARECO BETRIEBENEN HYDROMET-ANLAGE

10.08.2026

PERTH, Australien, 10. August 2026 /PRNewswire/ -- Lindian Resources Limited („Lindian" oder das „Unternehmen") (ASX: LIN) freut sich, den Erwerb von 100 % der hydrometallurgischen Aufbereitungsanlage für gemischte Seltenerdkarbonate („MREC") von SARECO in Stepnogorsk, Kasachstan („SARECO", „CLP" oder „MREC-Anlage") bekannt zu geben[1].

SARECO Bagging Facility

Highlights

  • 100-prozentige strategische Übernahme (Erhöhung von 51 %) einer etablierten, in Betrieb befindlichen MREC-Anlage, die zuvor im Besitz der Sumitomo Corporation („Sumitomo") und von Kazatomprom war und von diesen betrieben wurde.
  • SARECO ist die einzige fertiggestellte und in Betrieb befindliche MREC/CLP-Verarbeitungsanlage im kommerziellen Maßstab außerhalb Chinas, MP Materials Inc., Serra Verde und Lynas Rare Earths Ltd.
  • Die MREC-Verarbeitung ist für das nächste Quartal, das 4. Quartal 2026, vorgesehen (im Einklang mit der ersten Produktion im Rahmen des Kangankunde-Seltenerdprojekts). Möglichkeit, die Verarbeitung vorzeitig zu beschleunigen, durch potenzielle inländische Rohstoffquellen und Lagerbestände.
  • Die Transaktionsunterlagen, einschließlich des Kaufvertrags („SPA"), wurden unterzeichnet.
  • Erfolgreiche Durchführung einer Due-Diligence-Prüfung unter Einbeziehung technischer, rechtlicher, steuerlicher und umweltbezogener Aspekte durch renommierte internationale Unternehmen bzw. Berater.
  • Bewährte metallurgische Leistung mit einer Gesamt-NdPr-Ausbeute von 96 % aus dem Kangankunde-Konzentrat zu MREC[2], unabhängig validiert durch ANSTO, sowie Produktion bei SARECO.
  • Operative und marketingbezogene Kontrolle über 100 % des Betriebs der SARECO-Anlage sowie über 100 % der höherwertigen MREC-Produkte (erhöhte Erlöse). 
  • Die vollständige Eigentümerschaft bietet attraktive Investitionsmöglichkeiten und Zugang zu 100 % der MREC-Produktion, freien Cashflows sowie zukünftigem Wachstum im nachgelagerten Bereich (vertikale Integration).
  • Der Kaufpreis für die Akquisition belief sich auf 20 Millionen US-Dollar in bar auf 100-Prozent-Basis, einschließlich zusätzlicher Grundstücke und zweier Gewerbeimmobilien (15.500 m²) sowie der dazugehörigen Vermögenswerte für weitere nachgelagerte Produkte bzw. Endverbraucherprodukte. 
  • Nach der kürzlich erfolgten institutionellen Kapitalbeschaffung in Höhe von 100 Millionen AUD verfügt Lindian über die erforderlichen Finanzmittel, um die Übernahme von SARECO abzuschließen und erstmals Cashflows aus Kangankunde-Konzentrat und MREC zu erzielen.
  • Die vergleichbaren Investitionskosten für ein neues CLP-Projekt belaufen sich auf über 500 Millionen australische Dollar¹ und erfordern einen mehrjährigen Zeitrahmen für die Genehmigungsverfahren und die Erschließung.
  • Großes Interesse von Endkunden aus den USA, Frankreich/Europa und Japan am SARECO MREC. Die Nachfrage seitens strategischer Partner und Raffinerien unterstreicht die strategische Bedeutung diversifizierter bzw. westlicher Lieferketten für Seltene Erden.

Nach einer umfassenden rechtlichen, steuerlichen, technischen und ökologischen Due-Diligence-Prüfung hat sich Lindian dazu entschlossen, seine im März 2026 geplante Beteiligung von 51 % auf 100 % zu erhöhen, was die Überzeugung des Unternehmens hinsichtlich der Anlage und der damit verbundenen Chancen im nachgelagerten Bereich widerspiegelt. Die Akquisition umfasst zudem zwei weitere Lagerhallen mit einer Gesamtfläche von rund 15.500 m² sowie weitere Grundstücke und zugehörige Vermögenswerte, die erhebliche Kapazitäten für eine künftige Expansion bieten, während Lindian entlang der Wertschöpfungskette für Seltene Erden weiter voranschreitet. Nach der kürzlich durchgeführten institutionellen Kapitalbeschaffung in Höhe von 100 Millionen AUD verfügt Lindian über die erforderlichen finanziellen Mittel, um das Projekt Kangankunde bis zum ersten Cashflow zu führen und SARECO in die Produktion zu überführen.

Robert Martin, Executive Chairman von Lindian Resources, erklärte:

„Wir freuen uns sehr, die verbleibenden 49 % der Anteile an SARECO zu erwerben, wodurch sich der Anteil von Lindian auf 100 % erhöht. Als wir die Transaktion im März bekannt gaben, beabsichtigten wir, über ein Joint Venture einen Anteil von 51 % zu halten. Die seitdem geleistete Arbeit sowie die Erkenntnisse aus unserer Due-Diligence-Prüfung hinsichtlich des Potenzials von SARECO haben uns davon überzeugt, dass die vollständige Übernahme das beste Ergebnis für Lindian und seine Aktionäre darstellt."

„SARECO eröffnet Lindian einen äußerst kapitaleffizienten Einstieg in die nachgelagerte Verarbeitung von Seltenen Erden und stellt zudem die Grundstücke und die Infrastruktur bereit, um eine weitere Expansion im Laufe der Zeit zu ermöglichen. Besonders ermutigend ist für uns zudem das starke Interesse von Kunden und strategischen Partnern aus den Vereinigten Staaten, Europa und Japan. Angesichts der bevorstehenden ersten Produktion in Kangankunde, des von SARECO für das vierte Quartal 2026 angestrebten Beginns der Verarbeitung sowie der vollständigen Finanzierung des Unternehmens bis zum ersten Cashflow ist Lindian außerordentlich gut positioniert, um seine integrierte „Mine-to-MREC"-Strategie umzusetzen."

Lesen Sie die vollständige ASX-Mitteilung: https://cdn-api.markitdigital.com/apiman-gateway/ASX/asx-research/1.0/file/2924-03119419-6A1337877&v=undefined

[1] Siehe die ASX-Mitteilung „Lindian-RA-Joint-Venture erwirbt 100 % an der in Betrieb befindlichen Hydromet-Anlage – Produktion hochwertiger MREC bis zum 4. Quartal 2026" vom 3. März 2026.

[2] Siehe die ASX-Mitteilung „ANSTO bestätigt hohe NdPr-Ausbeute von 98 %" vom 15. Juli 2026. Das Unternehmen bestätigt, dass ihm keine neuen Informationen oder Daten bekannt sind, die die Angaben in der Mitteilung wesentlich beeinflussen.

Kontakt: Hannah Murphy hannah.murphy@lindianresources.com.au +61422858131

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Streit um unbegrenzte Datentarife: Oberverwaltungsgericht kassiert Kölner Urteil

15.06.2026

Im Streit um die Behandlung sogenannter Heavy User im Mobilfunk hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) die Bundesnetzagentur vorläufig in die Schranken gewiesen. Die Bonner Aufsichtsbehörde hatte einem bundesweit tätigen Mobilfunkanbieter untersagt, Kunden mit unbegrenztem oder sehr großem Datenvolumen bei überlasteten Funkzellen mit geringerer Priorität zu bedienen. Diese Form der sogenannten Depriorisierung darf nach der einstweiligen OVG-Entscheidung vorerst weiter angewendet werden. Der Beschluss im Eilverfahren ist nicht anfechtbar.

Nach Auffassung des 13. Senats ist derzeit offen, ob die entsprechende Vertragsklausel des Anbieters mit europäischem Recht vereinbar ist. Im Kern geht es um die Frage, ob eine nachrangige Behandlung von Vielnutzern eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung von Kunden darstellt. Bevor in der Hauptsache entschieden wird, will das OVG Münster den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um eine Vorabentscheidung bitten. Damit wird der Konflikt um Datenpriorisierung und Netzmanagement auf die europäische Ebene verlagert.

Gegenstand des Verfahrens ist insbesondere, ob der Datentransport datenintensiver Anwendungen wie hochauflösendem Videostreaming während einer Netzüberlastung eingeschränkt oder verlangsamt werden darf. Der betroffene Mobilfunkanbieter sieht dies in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, um Kapazitäten in ausgelasteten Funkzellen zu steuern. Die Bundesnetzagentur hatte angeordnet, dass diese Klausel nicht umgesetzt werden darf und damit faktisch einen Riegel vor entsprechende Maßnahmen gegen Heavy User geschoben.

In der Vorinstanz hatte sich die Bundesnetzagentur noch durchgesetzt: Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Position der Behörde bestätigt. Das OVG änderte diese Entscheidung nun (Az. 13 B 1232/25) und gab dem Anbieter im Eilverfahren Recht. Mit der geplanten Vorlage an den EuGH dürfte der Fall Signalwirkung für die Auslegung europäischer Vorgaben zur Gleichbehandlung von Internetverkehr und zu den Spielräumen der Netzbetreiber beim Umgang mit stark belasteten Mobilfunkzellen entfalten.