IDB Invest lanciert die erste Schweizer-Franken-Anleihe, diversifiziert die Investorenbasis und erweitert die Finanzierung des Privatsektors in Lateinamerika und der Karibik

01.06.2026

WASHINGTON, 2. Juni 2026 /PRNewswire/ -- IDB Invest hat die erfolgreiche Emission ihrer ersten auf Schweizer Franken lautenden Anleihe bekannt gegeben, die einen wichtigen Meilenstein in ihrer Finanzierungsstrategie und ihren ersten Eintritt in den Schweizer Kapitalmarkt darstellt. Die Transaktion erbrachte einen Betrag von 100 Millionen CHF (rund 127 Millionen USD) und stellt einen wichtigen Schritt zur Diversifizierung der Investorenbasis der Institution und zur Stärkung ihres Zugangs zu den internationalen Kapitalmärkten dar.

(PRNewsfoto/IDB Invest)

Die Anleihe mit einer Laufzeit von 10 Jahren, die als Blue Bond im Rahmen des Sustainable Debt Framework der IDB Invest begeben wurde, wird für Projekte zur Förderung einer nachhaltigen Wasserbewirtschaftung und zur Erhaltung der Meeresökosysteme in Lateinamerika und der Karibik verwendet. Durch die Verknüpfung von Finanzinnovation und Entwicklungseffekt unterstreicht die Emission das Engagement von IDB Invest, privates Kapital zu mobilisieren, um dringende ökologische und soziale Herausforderungen in der Region anzugehen.

Die Anleihe ist mit einem Kupon von 1,0575% ausgestattet und wurde mit einem Spread von 28 Basispunkten über SARON Mid Swaps gepreist, was das starke Vertrauen der Anleger in die Kreditqualität und das Entwicklungsmandat der IDB Invest widerspiegelt. BNP Paribas fungierte als alleiniger Konsortialführer und unterstützte die erfolgreiche Durchführung dieser bahnbrechenden Transaktion.

Diese Emission ist auch der erste Blue Bond einer supranationalen Institution auf dem Schweizer-Franken-Markt, was sowohl den innovativen Charakter der Transaktion als auch den wachsenden Appetit der Anleger auf hochwertige nachhaltige Anlagen unterstreicht. Die starke Nachfrage verdeutlicht die Attraktivität von IDB Invest als Emittent und die zunehmende Bedeutung thematischer Anleihen, die finanzielle Erträge mit messbaren Umweltauswirkungen verbinden.

Durch den Eintritt in den Schweizer Franken-Markt verbessert IDB Invest ihre Fähigkeit, die Finanzierungskosten zu optimieren und ihre Investorenreichweite zu erweitern, während sie weiterhin Finanzierungslösungen anbietet, die das Wachstum des Privatsektors in Lateinamerika und der Karibik unterstützen. Die Erlöse aus der Anleihe werden dazu beitragen, den Zugang zu nachhaltigen Infrastrukturen und Dienstleistungen zu erweitern, insbesondere in Bereichen, die für die Widerstandsfähigkeit und die langfristige Entwicklung von entscheidender Bedeutung sind, wie etwa die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung.

Diese Meilenstein-Transaktion spiegelt die kontinuierlichen Bemühungen von IDB Invest wider, Innovationen auf den Kapitalmärkten voranzutreiben und ihre Rolle als Katalysator für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in der Region zu vertiefen, indem sie das Interesse globaler Investoren nutzt, um greifbare Vorteile für Gemeinschaften und Ökosysteme zu schaffen.

Kontakt:

María Soledad Planes

Mplanes@iadb.org 

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Französische Budgetpläne lösen Kursdruck auf Rheinmetall-Aktie aus

15.06.2026

Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.

Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.

Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.

Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.