SEOUL, Südkorea, 28. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Hyundai Mobis (KRX 012330) beschleunigt die Entwicklung von Mobilitätssoftware durch die Einführung eines Open-Source-Ansatzes. Durch die öffentliche Freigabe intern entwickelter Technologien möchte das Unternehmen mehr Entwicklern ermöglichen, auf Basis der Software von Hyundai Mobis zusätzlichen Mehrwert zu schaffen und diese langfristig als Industriestandard zu etablieren.

Zu diesem Zweck gab Hyundai Mobis am 28. Mai bekannt, dass das Unternehmen der SDV Working Group der Eclipse Foundation, der weltweit größten gemeinnützigen Open-Source-Entwicklungsorganisation, beigetreten ist und sich aktiv am S-Core-Projekt zur Entwicklung einer SDV-Softwareplattform beteiligen wird.
Das S-Core-Projekt ist eine globale Initiative, die Ende 2024 hauptsächlich von europäischen Unternehmen ins Leben gerufen wurde, um grundlegende Technologien wie Softwareplattformen und Middleware zu standardisieren. Es handelt sich um das erste Open-Source-basierte Entwicklungsprojekt für Softwareplattformen, das den ASIL-B-Standard für funktionale Sicherheit in der Automobilindustrie erfüllt.
Derzeit beteiligen sich insgesamt 13 Unternehmen an dem Projekt und priorisieren die Implementierung zentraler Technologien, die für SDVs erforderlich sind, da standardisierte Basistechnologien entscheidend für die Beschleunigung der Entwicklung von Anwendungen wie autonomem Fahren sind. Unter einem gemeinsamen Ziel arbeiten die teilnehmenden Unternehmen zudem daran, doppelte Investitionen zu vermeiden und gleichzeitig die Systemstabilität zu verbessern.
Das markanteste Merkmal des S-Core-Projekts ist die Anwendung eines Open-Source-Entwicklungsansatzes, der bislang vor allem in der IT-Branche genutzt wurde, nun jedoch auf den Mobilitätssektor übertragen wird. Die teilnehmenden Unternehmen legen einen Teil ihrer Softwaretechnologien offen, sodass Entwickler weltweit diese frei nutzen und weiterentwickeln können. Mit anderen Worten: Kollektive Intelligenz wird genutzt, um hochgradig vielseitige und standardisierte Software zu entwickeln.
Ein weiterer Grund, warum Unternehmen Codierungstechnologien offenlegen, die Teil ihres geistigen Eigentums sind, liegt im Potenzial zur Schaffung materieller und immaterieller Mehrwerte. Indem mehr Entwickler dazu ermutigt werden, ihre Software zu nutzen, erhöhen Unternehmen die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Technologien zu globalen Standards werden.
Hyundai Mobis misst der erstmaligen öffentlichen Freigabe seines Entwicklungscodes im Rahmen des globalen Open-Source-Projekts große Bedeutung bei. Dies spiegelt die technologische Führungsrolle des Unternehmens wider, die durch die Verlagerung des Forschungs- und Entwicklungsfokus von Hardware auf Software über Jahre hinweg aufgebaut wurde. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Beteiligung von Hyundai Mobis an dem bislang überwiegend von europäischen Unternehmen geführten Projekt dazu beiträgt, die Anwendbarkeit des Projekts auf den asiatischen Markt auszuweiten.
Die Technologie, die Hyundai Mobis offenlegen will, ist eine sogenannte „Container-Lösung", die Interferenzen zwischen Softwareanwendungen innerhalb des Linux-Betriebssystems minimiert. Die Technologie schafft effektiv Partitionen zwischen unterschiedlichster Software in SDVs, verpackt diese einzeln und ermöglicht so einen schnellen Betrieb, ohne dass sich die Anwendungen gegenseitig beeinflussen.
Die Container-Lösung soll in Steuergeräteumgebungen von Fahrzeugen mehr als zehnmal schneller sein als bestehende Technologien. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine permanente Integritätsprüfungsfunktion entwickelt, um Manipulationen an der Software durch externe Eingriffe und andere Risiken zu verhindern.
Medienkontakt
Choon Kee Hwang: ckhwang@mobis.com
Jihyun Han: jihyun.han@mobis.com
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Im Land Bremen beginnt nach den Sommerferien ein Pilotprojekt, das den Arbeitsalltag von Lehrkräften grundlegend verändern könnte. An neun ausgewählten Schulen erfassen die Lehrerinnen und Lehrer künftig ihre gesamte Arbeitszeit digital – weit über die bisher dokumentierten Unterrichtsstunden hinaus. Bildungsenator Mark Rackles (SPD) spricht von einem Schritt, der Schule "perspektivisch" verändern werde. Erste Auswertungen des Testlaufs werden für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.
Hintergrund ist die gewachsene Bandbreite an Aufgaben, die im bisherigen System kaum abgebildet wird. Neben Unterricht kommen Elternarbeit, Team- und Gremienarbeit, Konferenzen, Schulentwicklungsprojekte sowie Fahrten hinzu. Lehrkräfte berichten zudem von regelmäßigem Arbeiten am Abend oder am Wochenende, etwa für Vorbereitung, Korrekturen oder digitale Kommunikation mit Eltern und Schülerinnen und Schülern. Nach Ansicht des Senats soll diese Belastung künftig sichtbar und systematisch erfasst werden.
Technisch setzt Bremen auf ein digitales Tool, auf das Lehrkräfte per Smartphone oder Rechner zugreifen können. Sie tragen Datum, Uhrzeit und Art der Tätigkeit ein – zur Auswahl stehen Kategorien wie "Unterricht", "Coaching" oder "Austausch"; auch Abwesenheiten durch Krankheit oder Urlaub werden eingepflegt. Das Projekt ist auf ein gesamtes Schuljahr angelegt. In einer Einführungsphase lernen Lehrkräfte die Anwendung kennen, anschließend analysieren Projektgruppen erste Ergebnisse und suchen insbesondere mit stark belasteten Lehrkräften das Gespräch, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Politisch und arbeitsrechtlich geht es um mehr als ein Softwareprojekt. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – und damit auch Lehrkräfte – ihre Arbeitszeit erfassen. Der Bremer Testlauf soll daher grundsätzliche Fragen klären: In welchem Umfang ist Wochenendarbeit zulässig? Wie wird eine Klassenfahrt bewertet? Wie lassen sich Teilzeitmodelle, Datenschutz und Gestaltungsspielräume bei der Arbeitszeit unter einen Hut bringen? Rackles betont, das Vorhaben sei nicht nur für Bremen gedacht, sondern solle Erkenntnisse für alle Bundesländer liefern.