„From Indigo to the World": Atelier Seiran präsentiert Vortragsreihe im Rahmen einer Begleitveranstaltung zur Biennale von Venedig

18.09.2026

-Auf den Spuren von Geist und Kreativität hinter jahrhundertelanger japanischer Indigo-Handwerkskunst im Palazzo Dona dalle Rose-

TOKUSHIMA, Japan, 18. September 2026 /PRNewswire/ -- Das in Tokushima ansässige Textilstudio Atelier Seiran veranstaltet am 22. und 23. September 2026 im Palazzo Dona dalle Rose eine Vortragsreihe mit dem Titel „From Indigo to the World -- The Spirit and Creativity of Japanese Culture" (Vom Indigo in die Welt – Der Geist und die Kreativität der japanischen Kultur). Die Veranstaltung ist Teil des offiziellen Rahmenprogramms der 61. Biennale von Venedig und findet im Rahmen der Ausstellung „Fissures of Light Diaspora: Dissonances in Fa Minor" statt.

Die Vorträge beleuchten die Kulturphilosophie hinter der Arbeit des Atelier Seiran und zeigen auf, wie Japans Beziehung zur Natur das Schönheitsempfinden und die Kreativität des Landes prägt. Das Atelier Seiran wurde 1970 in Tokushima von der Indigo-Künstlerin Yoko Hashimoto gegründet, die ihre Karriere dem Awa-Indigo widmete und eine einzigartige Methode entwickelte, bei der Indigo-Färben mit Wachsresist-Techniken (Roketsuzome) kombiniert wird. Heute führen ihre Töchter, Hatsuko Ukigawa und Kiyoko Hashimoto, dieses Erbe fort und erweitern es um neue Formen des künstlerischen Ausdrucks.

Hatsuko Ukigawa, die Leiterin des Ateliers, wird in zwei Vorträgen die Arbeit des Atelier Seiran und deren kulturellen Kontext vorstellen. Im Mittelpunkt des Programms steht zudem „Les Lucioles" (Die Glühwürmchen), ein Gemeinschaftswerk, das aus der Begegnung von Ukigawa mit dem kamerunischen Designer Serge Mouangue hervorgegangen ist und die kreativen Möglichkeiten des japanischen Indigos über kulturelle Grenzen hinweg aufzeigt.

Fotos: https://kyodonewsprwire.jp/release/202609145806?p=images 

„Venedig ist seit jeher ein Knotenpunkt, an dem Ost und West aufeinandertreffen", so das Atelier.

„Durch Indigo hoffen wir, hier einen neuen Dialog zu eröffnen – einen, der nicht nur eine Farbe, sondern auch die Kultur und den Geist dahinter vermittelt."

Einzelheiten: https://kyodonewsprwire.jp/attach/202609145806-O1-loHpqgd9.pdf 

Veranstaltungsübersicht

- Titel/Thema: From Indigo to the World -- The Spirit and Creativity of Japanese Culture

-Termine: 22.–23. September 2026, täglich von 14:00 bis 17:00 Uhr

– Veranstaltungsort: Palazzo Dona dalle Rose (Cannaregio 5038, Venedig), im Rahmen der offiziellen Nebenveranstaltung der Biennale

mit dem Titel „Fissures of Light Diaspora: Dissonances in Fa Minor"

-Veranstalter: Atelier Seiran; Fondazione Dona dalle Rose

– Partner: TISSALI Arts & Cultures

– Förderpartner (geplant): MetaMoJi Corporation; Shoshin Foundation; ExoEARTH Inc.

-Referenten: Hatsuko Ukigawa (Vertreterin, Atelier Seiran); Chiara Modica Dona dalle Rose (Fondazione Dona dalle Rose, Moderatorin, vorläufig)

– Zu sehen im Video: Yoko Hashimoto, Kiyoko Hashimoto, Serge Mouangue

Weitere Informationen finden Sie auf: https://kyodonewsprwire.jp/release/202604227924 

Die Arbeiten des Atelier Seiran sind derzeit im Rahmen des offiziellen Programms der Nebenveranstaltungen der Biennale von Venedig 2026

zu sehen (bis zum 22. November).

Offizielle Website: https://seiran.art/english 

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Deutsche Bischöfe beenden Beratungen zu Demokratie, Missbrauchsaufarbeitung und Laienbeteiligung

08.10.2026

Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.

Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.

Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.

Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.