TASHKENT, Usbekistan, 19. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Die Eurasische Entwicklungsbank (EDB) hat mit Uzum, dem führenden und größten digitalen Ökosystem Usbekistans, einen Investitionskreditvertrag über 70 Millionen US-Dollar unterzeichnet, um den Ausbau des FinTech-Geschäfts von Uzum voranzutreiben, einem der führenden und am schnellsten wachsenden Akteure auf dem boomenden Markt für digitale Finanzdienstleistungen in Usbekistan.

Die Vereinbarung, die anlässlich der offiziellen Eröffnung der EDB-Vertretung in Taschkent unterzeichnet wurde, markiert die erste Investition der Bank in Usbekistan seit dem Beitritt des Landes zur Organisation – ein strategischer Schritt der EDB in Richtung digitaler Infrastruktur und Plattformökonomie, mit dem sie ihren Fokus von traditionellen Sektoren auf digitale Plattformen ausweitet, die das langfristige Wirtschaftswachstum vorantreiben.
Die Finanzierung durch die EDB wird den weiteren Ausbau des Fintech-Bereichs von Uzum unterstützen, der sich rasch zu einem Kernbereich der digitalen Wirtschaft Usbekistans entwickelt – und den Zugang zu digitalen Zahlungsmitteln, Konsumentenkrediten sowie Finanzdienstleistungen für kleine Unternehmen und Haushalte erweitert.
Nikolai Podguzov, Chairman des EDB-Verwaltungsrates: „Digitale Plattformen werden zu einem unverzichtbaren Bestandteil der modernen wirtschaftlichen Infrastruktur. Durch die Partnerschaft mit Uzum erweitert die EDB den Zugang zu Finanzdienstleistungen, fördert das Unternehmertum und investiert in eine regionale Technologieplattform, die die wirtschaftliche Vernetzung in ganz Eurasien – einschließlich China und des Nahen Ostens – stärken kann."
Djasur Djumaev, Gründer und CEO von Uzum: „Wir bauen eine Fintech-Infrastruktur auf nationaler Ebene auf – tief verankert im wirtschaftlichen Alltag. Diese Investition ist eine wichtige Anerkennung der Rolle, die Uzum bei der Gestaltung der Infrastruktur für die zukünftige Entwicklung Usbekistans spielt. Sie spiegelt zudem einen allgemeinen Wandel wider, bei dem digitale Plattformen zunehmend in den Mittelpunkt der Entwicklungsfinanzierung und des internationalen Kapitals rücken."
Usbekistan entwickelt sich zu einer der am schnellsten wachsenden digitalen Volkswirtschaften in Eurasien, angetrieben durch die rasche Verbreitung bargeldloser Zahlungsmethoden, den Ausbau digitaler Finanzdienstleistungen und günstige demografische Rahmenbedingungen aufgrund einer jungen, digital aktiven Bevölkerung. Derzeit sind landesweit mehr als 70 Millionen Bankkarten im Umlauf.
Zusätzliche Informationen:
Die Eurasische Entwicklungsbank (EDB) ist eine multilaterale Entwicklungsbank, die in Eurasien investiert. Seit 20 Jahren setzt sich die Bank für die Stärkung und den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen sowie für eine umfassende Entwicklung in ihren Mitgliedsländern ein. Bis Ende Dezember 2025 umfasste das kumulierte Portfolio der EDB 326 Projekte mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 19,6 Milliarden US-Dollar. Das Portfolio besteht hauptsächlich aus Projekten mit Integrationswirkung in den Bereichen Verkehrsinfrastruktur, digitale Systeme, grüne Energie, Landwirtschaft, verarbeitendes Gewerbe und Maschinenbau. Die Bank orientiert sich in ihrer Geschäftstätigkeit an den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung und den ESG-Grundsätzen. Die EDB führt im Rahmen ihrer Strategie 2022-2026 drei Megaprojekte durch: das eurasische Verkehrsnetz, das eurasische Vertriebssystem für Agrarprodukte und der zentralasiatische Wasser- und Energiekomplex.
Im April 2025 unterzeichnete der Präsident der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, ein Gesetz zur Ratifizierung des Beitritts des Landes zum Übereinkommen zur Gründung der Eurasischen Entwicklungsbank, wodurch Usbekistan zum siebten Mitgliedstaat der Bank wurde.
Uzum ist Usbekistans digitales Ökosystem, das Fintech-, E-Commerce- und Bankdienstleistungen für Privatpersonen sowie für kleine und mittlere Unternehmen integriert. Zu den Dienstleistungen gehören ein Marktplatz, Expresslieferungen, traditionelle und digitale Bankgeschäfte, ein BNPL-Service und ein Automarktplatz. Jeden Monat nutzen über 20 Millionen Menschen in ganz Usbekistan die Dienste von Uzum.
Logo - https://mma.prnewswire.com/media/2067732/5975569/Uzum_Group_Logo.jpg
View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/edb-expandiert-in-die-digitale-wirtschaft-durch-einen-kreditvertrag-uber-70-millionen-dollar-mit-dem-usbekischen-unternehmen-uzum-302775539.html
Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.
In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.
Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.