DXC-Studie: 80 Prozent der DACH-Unternehmen wollen KI kontrollieren - aber 58 Prozent rechnen mit autonomen Systemen

18.08.2026
  • 71 Prozent der befragten Unternehmen erwarten einen sprunghaften Anstieg virtueller KI-Agenten in den nächsten drei Jahren
  • 66 Prozent berichten: Intransparente KI-Entscheidungen haben bereits neue Compliance-Aufgaben erzeugt

BÖBLINGEN, Deutschland, 18. August 2026 /PRNewswire/ -- Acht von zehn Unternehmen in der DACH-Region bestehen darauf, dass bei neuen KI-Prozessen am Ende immer der Mensch entscheidet. Gleichzeitig hält mehr als die Hälfte es für wahrscheinlich, dass KI-Systeme künftig wichtige Geschäftsentscheidungen selbstständig treffen – 19 Prozent sogar für sehr wahrscheinlich. Diesen Widerspruch zeigt der DXC Digital Future Monitor 2026, für den DXC Technology 300 Fach- und Führungskräfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt hat.

Der Wandel ist aus Sicht der Unternehmen bereits im Gange: 71 Prozent erwarten, dass die Zahl virtueller KI-Agenten am Arbeitsplatz in den kommenden drei Jahren sprunghaft steigt. 74 Prozent gehen davon aus, dass künftiger Geschäftserfolg Teams aus Mensch und KI-Agenten voraussetzt. Und 75 Prozent rechnen damit, dass Systeme bei wichtigen Entscheidungen zumindest konsultiert werden, auch wenn der Mensch formal entscheidet. Damit wächst der Druck, Zuständigkeiten, Kontrolle und Governance klar zu regeln.

„Die gefährlichste Annahme ist zu glauben, man habe es unter Kontrolle", sagt Ramses Gallego, Ramsés Gallego, Chief Technologist Cybersecurity bei DXC Technology. „Sobald ein System eigenständig handelt, entstehen Verantwortungsfragen, die vorher niemand gestellt hat. Governance muss vor dem ersten autonomen Schritt stehen – nicht danach, wenn Compliance-Probleme bereits da sind."

Governance hinkt hinterher

66 Prozent der Unternehmen berichten, durch intransparente KI-Entscheidungen bereits neue Compliance-Aufgaben zu haben. Für DXC ist das ein Beleg dafür, dass Autonomie ohne Regeln zunächst Risiken schafft, bevor sie Vorteile bringt. DXC empfiehlt Unternehmen deshalb, Governance-Strukturen aus Policy-Vorgaben, technischen Schutzmechanismen und menschlicher Aufsicht zu etablieren, bevor KI-Systemen mehr Entscheidungsspielraum gegeben wird.

„Autonomie ohne Aufsicht ist kein Fortschritt, sondern ein Risiko", sagt Gallego. „Vertrauen ist wichtig, Kontrolle aber unverzichtbar. Genau das ist der Kern guter Governance in einer Welt, in der Systeme zunehmend selbstständig entscheiden."

Für den DXC Digital Future Monitor 2026 befragte das Marktforschungsinstitut Toluna im März 2026 insgesamt 300 Fach- und Führungskräfte mit strategischer Verantwortung für Digitalisierung, IT, operative Technologien oder vernetzte Lösungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Befragung erfolgte online auf Basis von Expertenpanels und umfasst Unternehmen aller Größenklassen.

Über DXC Technology

DXC (NYSE: DXC) ist ein führender Partner für Enterprise-Technologie und Innovation. Das Unternehmen liefert Software, Services und Lösungen für globale Unternehmen und Organisationen des öffentlichen Sektors – und unterstützt sie dabei, KI zu nutzen, um in Zeiten exponentieller Veränderung schnell Ergebnisse zu erzielen. Mit tiefgreifender Expertise in Managed Infrastructure Services, Application Modernization und branchenspezifischen Softwarelösungen modernisiert, schützt und betreibt DXC einige der komplexesten Technologieumgebungen der Welt. Mehr erfahren unter dxc.com.

Pressekontakt DXC Technology

Katja Gaesing

Country Communications Manager DACH & Nordics

katja.gaesing@dxc.com

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Bundesrat stärkt Apotheken mit neuen Befugnissen bei Prävention und Therapie

15.06.2026

Apotheken in Deutschland erhalten deutlich mehr Handlungsspielraum: Der Bundesrat hat eine Reform der schwarz-roten Koalition passieren lassen, die die Rolle der Offizinen im Gesundheitswesen spürbar aufwertet. Ziel ist es, die wohnortnahe Versorgung zu stärken, Wartezeiten in Arztpraxen zu reduzieren und Prävention sowie Früherkennung auszubauen. Das Paket war zuvor bereits vom Bundestag beschlossen worden.

Kern der Reform ist ein erweitertes Leistungsangebot in Apotheken. Künftig sollen dort zusätzliche Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen möglich sein, etwa zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Angeboten rund um das Rauchen. Apotheken können damit stärker als bisher in der Prävention ansetzen und Risiken identifizieren, bevor es zu manifesten Erkrankungen kommt.

Auch im Impfbereich werden die Kompetenzen ausgeweitet. Neben den bereits etablierten Grippe- und Corona-Impfungen dürfen Apotheken künftig alle Schutzimpfungen mit sogenannten Totimpfstoffen anbieten, darunter etwa Tetanus. Ergänzend werden Blutabnahmen erlaubt, etwa um Medikamentenwirkungen zu kontrollieren. Damit rücken Apotheken näher an klassische ärztliche Tätigkeitsfelder heran, ohne diese vollständig zu ersetzen.

Besonders sensibel ist die neue Möglichkeit, in eng begrenzten Fällen verschreibungspflichtige Medikamente ohne ärztliche Verordnung abzugeben. Erlaubt ist künftig die einmalige Ausgabe der kleinsten Packungsgröße auf Selbstzahlerbasis, wenn ein Arzneimittel seit längerem eingenommen wird und die Fortführung der Therapie keinen Aufschub erlaubt. Die Regelung soll Versorgungslücken schließen, etwa wenn ein Rezept nicht rechtzeitig vorliegt, und bleibt zugleich strikt begrenzt, um Missbrauch zu vermeiden.