Die panafrikanische Koalition in Genf hat die Global Justice Taskforce für Wiedergutmachung ins Leben gerufen und die bahnbrechende Genfer Erklärung für Wiedergutmachungsgerechtigkeit verabschiedet

06.05.2026

Kontinentale  und  Diaspora-Führer rufen zu koordinierten globalen Maßnahmen auf, um die Anerkennung von Sklaverei und Kolonialismus durch die UNO in konkrete Wiedergutmachungsmaßnahmen umzusetzen.

GENF, 6. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Die Pan Afrikanische Progressive Front (PPF), in strategischer Allianz mit der Ligue Panafricaine-UMOJA (LP-U) und der Université Populaire Africaine en Suisse (UPAF), hat offiziell das Genfer Forum für Wiedergutmachungsgerechtigkeit und koloniale Verantwortlichkeit abgeschlossen. Dieser Gipfel gipfelte in der offiziellen Gründung der PPF-D Taskforce Gerechtigkeit und der einstimmigen Annahme der Genfer Erklärung zu Wiedergutmachungsgerechtigkeit, den 12-monatigen Advocacy Kalender und das Reparations Advocacy Handbuch & Toolkit.

Die panafrikanische Koalition in Genf hat die Global Justice Taskforce für Wiedergutmachung ins Leben gerufen und die bahnbrechende Genfer Erklärung für Wiedergutmachungsgerechtigkeit verabschiedet

 

An diesem hochrangigen Arbeitstreffen, das in der Gandhi Hall, Maison Internationale des Associations stattfand, nahmen führende Politiker, Rechtsexperten, Historiker und Organisatoren der Zivilgesellschaft aus Afrika, Europa und Nordamerika teil. Hauptziel des Forums war es, die Anerkennung von Sklaverei und Kolonialismus durch die Vereinten Nationen in einen konkreten, umsetzbaren Rahmen für weltweite Entschädigungen zu überführen.

Die Konferenz umfasste einen historischen und rechtlichen Rahmen von Genosse Kwesi Pratt Jnr und eine Grundsatzrede von S.E. Samuel Sam-Sumana, ehemaliger Vizepräsident von Sierra Leone.

Die Genfer Erklärung wird den Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union, und dem Europäischen Parlament innerhalb von Wochen übermittelt werden. Wichtige Meilensteine aus dem Forum:

  • PPF-D  Justiz  Taskforce: Ein neues Koordinierungsgremium mit spezialisierten Arbeitsgruppen für juristische Strategie, öffentliche Interessenvertretung, Medienarbeit und Bildungsarbeit.
  • Handbuch & Toolkit für die Wiedergutmachungsarbeit: Eine umfassende Ressource, die von politischen Entscheidungsträgern, Journalisten und Jugendbewegungen auf allen Kontinenten genutzt werden kann.
  • 12-monatiger Advocacy-Kalender: Ein synchronisierter Fahrplan für parlamentarisches Engagement und internationale Medienkampagnen, der bis zum 15. Mai 2026 veröffentlicht werden soll.

Voices of the Movement Amzat Boukari-Yabara, Präsident von LP-U, stellte fest, dass Panafrikanismus und wiedergutmachende Gerechtigkeit die historische Wahrheit auf und politische Macht auf der anderen Seite darstellen.

„Es sei festgehalten, dass am 28. April 2026 in Genf, dem Sitz der internationalen Menschenrechtsbewegung, Afrikaner und unsere Freunde aus allen Kontinenten zusammengekommen sind, nicht um zu bitten, sondern um zu erklären. Nicht um zu bitten, sondern um zu organisieren. Nicht nur um die Vergangenheit zu trauern, sondern um die Zukunft zu fordern", erklärte S.E. Sam Sumana.

Unter wird die Taskforce ihre erste operative Sitzung innerhalb 60 Tagen zum Übergang der Bewegung „von Erklärung zu Lieferung" einberufen.

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Pan-African Progressive Front Headquarters, 11 Asafoatse Ankaa Road, Osu-Accra, Ghana.

Medienkontakt: panafricanprogressivefront@gmail.com 

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Logo der Panafrikanischen Progressiven Front (PPF)

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WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.