CATL-Tochter CAIT geht Partnerschaft mit Togg beim „Bedrock"-Fahrgestell ein

08.05.2026

NINGDE, China, 8. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Am 29. April hat Contemporary Amperex Intelligent Technology (Shanghai) Limited (CAIT), die für die Entwicklung von Skateboard-Fahrgestellen zuständige Tochtergesellschaft von CATL, eine strategische Partnerschaft mit der türkischen Automarke Togg geschlossen, um gemeinsam eine Fahrgestellplattform für deren neue Fahrzeugfamilie im B-Segment zu entwickeln. Dies ist das erste Projekt für Personenkraftwagen im Ausland, bei dem diese Plattform zum Einsatz kommt.

Togg CEO Gürcan Karakaş, CATL Chief Customer Officer Libin Tan, and CAIT CEO Hanbing Yang signed the agreement for their respective companies; Togg Chairman Fuat Tosyalı and CATL Chairman & CEO Robin Zeng were present as witnesses.

Im Rahmen der Vereinbarung wird CAIT seine „Bedrock-Fahrgestell"-Technologie und sein technisches Know-how einbringen und dabei eng mit Togg zusammenarbeiten, um gemeinsam die Plattform für drei Modelle der neuen B-Segment-Fahrzeugfamilie von Togg zu entwickeln. Die Plattform, die im Einklang mit der Produktstrategie, den Nutzererwartungen und dem Mobilitätsökosystem von Togg entwickelt wird, soll Elektrofahrzeuge der nächsten Generation für den türkischen und europäischen Markt unterstützen, wobei Togg eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Nutzererlebnisses, der Produktanforderungen und der digitalen Architektur spielen wird. Das erste im Rahmen der Partnerschaft entwickelte Modell soll voraussichtlich 2027 in Serie gehen.

Batteriezentrierte Fahrgestellarchitektur

Das Bedrock-Fahrgestell ist ein integriertes intelligentes Fahrgestell, das auf einer „batteriezentrierten" Architektur basiert. Es vereint zentrale Fahrgestellkomponenten wie Batterie, elektrischen Antrieb, Wärmemanagementsystem und Fahrgestells-Domain-Controller auf einer einzigen Plattform. Diese Integration ermöglicht es dem Fahrgestell, sowohl die Energieversorgung als auch die Bewegungssteuerung des Fahrzeugs zu verwalten und fungiert damit effektiv als mobiler Energieträger für das Fahrzeug.

Robin Zeng, Vorsitzender und CEO von CATL, sagte: „Diese Zusammenarbeit stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein bei der globalen Expansion des CATL Bedrock-Fahrgestells nach dessen Einführung in die Serienproduktion auf dem chinesischen Markt dar. Sie wird zudem als Referenzprojekt im Bereich integrierter intelligenter Fahrgestelle dienen, unsere globalen Partnerschaften stärken, die Elektrifizierung beschleunigen und den Übergang zu kohlenstoffarmer Mobilität in aufstrebenden Märkten für neue Energien unterstützen."

Togg-Vorstandsvorsitzender Fuat Tosyalı kommentierte die Partnerschaft wie folgt: „Wir betrachten Mobilität nicht nur als Produktkategorie, sondern als ganzheitliches Thema von Technologie und Ökosystem. In diesem Sinne gehen wir bei den von uns eingegangenen Partnerschaften über herkömmliche Lieferantenbeziehungen hinaus und verwandeln sie in strategische Partnerschaften, die gemeinsamen Mehrwert schaffen und die Zukunft gemeinsam gestalten. Anstatt eine vorgefertigte Lösung zu übernehmen, werden wir Teil des gesamten Entwicklungsprozesses, reagieren effektiver auf Nutzerbedürfnisse und tragen gleichzeitig zur Entwicklung dieses Ökosystems in unserem Land bei. In der kommenden Zeit werden wir durch solche wertschöpfenden Partnerschaften das Togg-Ökosystem und das Erlebnis, das wir unseren Nutzern bieten, weiter bereichern, indem wir neue Lösungen in verschiedenen Segmenten entwickeln."

Lokalisiertes Modell für globale Märkte

Das Bedrock-Fahrgestell wurde für den weltweiten Einsatz im Rahmen eines „1+1+1"-Lokalisierungsmodells entwickelt. Dieses Modell kombiniert eine Fahrgestell-Technologieplattform mit einer industriellen Lieferkette und dem lokalisierten Betrieb einer heimischen Automarke. Ziel ist es, Elektrofahrzeuge so zu konzipieren und zu produzieren, dass sie den Bedürfnissen der lokalen Märkte entsprechen und gleichzeitig auf einer gemeinsamen technologischen Grundlage basieren.

Die Partnerschaft mit Togg soll diesen Ansatz in der Türkei umsetzen und die Entwicklung von Fahrzeugen unterstützen, die auf die regionalen Verbraucherpräferenzen zugeschnitten sind, während gleichzeitig das lokale Ökosystem für Elektrofahrzeuge gestärkt wird.

Ausbau der internationalen Partnerschaften

2024 erreichte das Bedrock-Fahrgestell die Serienreife auf dem chinesischen Markt und markierte damit den weltweit ersten Einsatz eines integrierten intelligenten Fahrgestells, das als eigenständiges Produkt für Pkw-Marken angeboten wird.

CAIT baut die Zusammenarbeit rund um das Bedrock-Fahrgestell in mehreren Regionen, darunter Europa und Südostasien, weiter aus. Die Plattform soll aufstrebenden Automobilmärkten helfen, wettbewerbsfähige Elektrofahrzeugindustrien effizienter aufzubauen und gleichzeitig den globalen Wandel hin zu emissionsarmer Mobilität zu unterstützen.

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Streit um unbegrenzte Datentarife: Oberverwaltungsgericht kassiert Kölner Urteil

15.06.2026

Im Streit um die Behandlung sogenannter Heavy User im Mobilfunk hat das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) die Bundesnetzagentur vorläufig in die Schranken gewiesen. Die Bonner Aufsichtsbehörde hatte einem bundesweit tätigen Mobilfunkanbieter untersagt, Kunden mit unbegrenztem oder sehr großem Datenvolumen bei überlasteten Funkzellen mit geringerer Priorität zu bedienen. Diese Form der sogenannten Depriorisierung darf nach der einstweiligen OVG-Entscheidung vorerst weiter angewendet werden. Der Beschluss im Eilverfahren ist nicht anfechtbar.

Nach Auffassung des 13. Senats ist derzeit offen, ob die entsprechende Vertragsklausel des Anbieters mit europäischem Recht vereinbar ist. Im Kern geht es um die Frage, ob eine nachrangige Behandlung von Vielnutzern eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung von Kunden darstellt. Bevor in der Hauptsache entschieden wird, will das OVG Münster den Europäischen Gerichtshof (EuGH) um eine Vorabentscheidung bitten. Damit wird der Konflikt um Datenpriorisierung und Netzmanagement auf die europäische Ebene verlagert.

Gegenstand des Verfahrens ist insbesondere, ob der Datentransport datenintensiver Anwendungen wie hochauflösendem Videostreaming während einer Netzüberlastung eingeschränkt oder verlangsamt werden darf. Der betroffene Mobilfunkanbieter sieht dies in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor, um Kapazitäten in ausgelasteten Funkzellen zu steuern. Die Bundesnetzagentur hatte angeordnet, dass diese Klausel nicht umgesetzt werden darf und damit faktisch einen Riegel vor entsprechende Maßnahmen gegen Heavy User geschoben.

In der Vorinstanz hatte sich die Bundesnetzagentur noch durchgesetzt: Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Position der Behörde bestätigt. Das OVG änderte diese Entscheidung nun (Az. 13 B 1232/25) und gab dem Anbieter im Eilverfahren Recht. Mit der geplanten Vorlage an den EuGH dürfte der Fall Signalwirkung für die Auslegung europäischer Vorgaben zur Gleichbehandlung von Internetverkehr und zu den Spielräumen der Netzbetreiber beim Umgang mit stark belasteten Mobilfunkzellen entfalten.