In Baruth/Mark, etwa 50 Kilometer südlich von Berlin, ist ein Konflikt um die Errichtung eines neuen Dosenwerks entbrannt. Das in Fuschl am See ansässige Unternehmen Red Bull plant gemeinsam mit dem Getränkehersteller Rauch die Vergrößerung ihres Standorts. Für das Vorhaben sollen insgesamt 17 Hektar Kiefernwald weichen, wobei die Rodungsarbeiten unmittelbar nach der Genehmigung begonnen haben.
Umweltschützer und Aktivisten reagierten mit heftigen Protesten auf den Beginn der Arbeiten. Auf dem abgesperrten Gelände versammelten sich am Wochenende Demonstranten, die gegen die Zerstörung des Waldes protestierten. Die Initiative „Ressourcenbündnis Baruth“ wirft dem Unternehmen vor, bewusst Fakten zu schaffen, um anstehende Gerichtsverfahren und Proteste zu umgehen, nachdem die Gemeindeverwaltung die Genehmigung Ende Oktober veröffentlicht hatte.
Neben der Waldrodung steht auch die industrielle Nutzung des Geländes in der Kritik. Aktivisten äußerten Bedenken hinsichtlich des hohen Wasserverbrauchs der geplanten Fabrik sowie der Verarbeitung von Aluminium und chemischen Stoffen. Diese Faktoren stünden im Widerspruch zum Schutz des lokalen Wasserschutzgebietes, in dem sich das Werk befindet.
Die rechtliche Auseinandersetzung um das Projekt dauert an. Der Umweltverband Grüne Liga hat einen Eilantrag gestellt, um die Pläne für das Werk zu stoppen. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt jedoch noch kein Gerichtsbeschluss vor, der die weiteren Arbeiten an dem Standort in Brandenburg untersagen würde.




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