
Volkswagen und die Porsche Automobil Holding SE setzen in ihren Kontrollgremien auf Kontinuität. Der Nominierungsausschuss des VW-Aufsichtsrats hat den amtierenden Vorsitzenden Hans Dieter Pötsch für eine weitere Amtszeit vorgeschlagen. Der Wahlvorschlag soll nach der kommenden Sitzung des Aufsichtsrats den Aktionären auf der Hauptversammlung am 18. Juni 2026 zur finalen Beschlussfassung vorgelegt werden, teilte Volkswagen mit. Pötsch steht seit Oktober 2015 an der Spitze des Kontrollgremiums des Wolfsburger Konzerns.
Pötsch begrüßte den Vorstoß des Nominierungsausschusses. Dem Wunsch, das Unternehmen weiterhin an der Spitze des Kontroll- und Beratungsgremiums durch „herausfordernde Zeiten“ zu führen, komme er „gerne nach“, heißt es in einer Mitteilung. Sein Ziel bleibe es, Volkswagen „wetterfest“ aufzustellen. Über die Personalie hatte zuvor das „Handelsblatt“ berichtet. Der Österreicher arbeitet seit 2003 für die VW-Gruppe, zunächst zwölf Jahre als Finanzvorstand, bevor er im Herbst 2015 den Vorsitz im Aufsichtsrat übernahm.
Parallel dazu stärkt auch die Porsche Automobil Holding SE den Einfluss von Pötsch. Der Aufsichtsrat der Holding, die unter anderem maßgebliche Anteile an Volkswagen hält, hat das Mandat des Vorstandsvorsitzenden um eine weitere Amtszeit verlängert. Die erneute Bestellung tritt zum 1. Januar 2027 in Kraft und gilt für fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2031, wie die Porsche SE mitteilte. Dem Vorstand der Holding gehören neben Pötsch Manfred Döss, zuständig für Recht und Compliance, sowie Johannes Lattwein, verantwortlich für Finanzen und IT, an.
Mit den Personalentscheidungen setzen sowohl Volkswagen als auch die Porsche SE auf Stabilität an ihren Spitzen in einer Phase, die der Konzernchefkontrolleur selbst als herausfordernd beschreibt. Für Volkswagen bleibt die endgültige Entscheidung über die nächste Amtszeit von Hans Dieter Pötsch nun bei den Aktionären, die im Juni 2026 auf der Hauptversammlung über den Vorschlag des Aufsichtsrats zu befinden haben.

Jedes Jahr am 21. März richtet sich der Blick weltweit auf Menschen mit Down-Syndrom. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat diesen Tag 2011 offiziell zum Welttag des Down-Syndroms erklärt, um das öffentliche Bewusstsein zu stärken und die Beiträge von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung für ihre Gemeinschaften hervorzuheben. Der Termin ist Symbol: Der 21. Tag des dritten Monats steht für die Trisomie 21, also das zusätzliche Chromosom auf dem 21. Chromosomenpaar.
Medizinisch handelt es sich beim Down-Syndrom nicht um eine Krankheit, sondern um eine genetische Variante, die ein Leben lang besteht. Statt der üblichen 46 Chromosomen tragen Betroffene 47; eine zusätzliche Kopie des Chromosoms 21 verändert die Entwicklung von Körper und Gehirn. Die Auswirkungen reichen von Beeinträchtigungen der geistigen und motorischen Entwicklung bis hin zu häufigeren Herzfehlern sowie Seh- und Hörproblemen. Mit frühzeitiger Diagnostik, gezielter Förderung und kontinuierlicher medizinischer Betreuung lässt sich die Lebensqualität jedoch deutlich verbessern, was sich in den vergangenen Jahrzehnten in steigender Lebenserwartung und besseren Lebensperspektiven niederschlägt.
Organisationen und Fachverbände nutzen den Aktionstag, um auf strukturelle Lücken und gesellschaftliche Vorurteile hinzuweisen. Sie verweisen darauf, dass Menschen mit Down-Syndrom grundsätzlich in der Lage sind, ein aktives und produktives Leben zu führen – sofern sie Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung, zu Bildungsangeboten und sozialer Unterstützung erhalten. Gleichzeitig berichten sie von anhaltenden Hürden bei Bildung, Beschäftigung und sozialer Teilhabe, die weniger aus der genetischen Besonderheit selbst resultieren als aus Vorurteilen und fehlender Barrierefreiheit im Alltag.
Im Zentrum der internationalen Debatte stehen deshalb Selbstbestimmung und gleiche Rechte. Betont wird, dass Menschen mit Down-Syndrom dieselben Ansprüche auf Gleichbehandlung, Chancen und Lebensglück haben wie alle anderen – inklusive der Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen. Frühförderprogramme, inklusive Schulen, zugängliche Gesundheitsdienste und der Abbau gesellschaftlicher Stereotype gelten als Schlüssel, damit diese Rechte nicht nur auf dem Papier bestehen. Der Welttag soll Regierungen, Institutionen und Öffentlichkeit daran erinnern, entsprechende Strukturen zu stärken und die Perspektive von Betroffenen konsequent mitzudenken.