Matador-NAV steigt auf 3,07 Franken je Aktie – weiteres Potenzial in zweistelliger Millionenhöhe

08.10.2026


Die Matador Secondary Private Equity AG hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Wachstumskurs fortgesetzt und den Gewinn auf 5,04 Millionen Franken gesteigert. Das geht aus dem nun veröffentlichten Zwischenbericht zum 30. Juni 2026 hervor, mit dem die Gesellschaft die bereits am 3. September kommunizierten Zahlen zum Portfolio-Cashflow bestätigt. Der Bericht ist über den Investor-Relations-Bereich auf der Website des Unternehmens abrufbar.

Der innere Wert (Net Asset Value, NAV) legte per Ende Juni auf 3,07 Franken je Aktie zu, was einem Gesamtwert von 71 Millionen Franken entspricht. Zum Jahresende 2025 hatte der NAV noch bei 66,5 Millionen Franken gelegen. Nach Angaben der Gesellschaft bietet das Portfolio weiteres Steigerungspotenzial im zweistelligen Millionenbereich beziehungsweise von 1,2 Franken je Aktie. Bereits im laufenden Jahr rechnet Matador mit einer weiteren klar positiven Entwicklung sowohl bei den Ausschüttungen als auch bei den Bewertungen der Anlagen.

Das Unternehmen betont, dass sich Anlagen im Secondary-Private-Equity-Markt in einem von geopolitischer und konjunktureller Unsicherheit geprägten Umfeld robust entwickelt hätten. Der Fokus auf die langfristige operative Entwicklung der Portfoliounternehmen habe sich dabei als Vorteil erwiesen. Matador investiert als Spezialistin für Secondary-Transaktionen in ein breites Private-Equity-Portfolio, das nach Regionen, Branchen, Strategien und Vintage-Jahren diversifiziert ist.

Die 2005 gegründete Gesellschaft mit Sitz in Sarnen verweist darauf, dass der NAV seit Gründung organisch überdurchschnittlich um 12 Prozent pro Jahr in Euro gewachsen sei. Die Aktie von Matador Secondary Private Equity AG (ISIN: CH0042797206) ist sowohl an der heimischen Börse in der Schweiz als auch in Deutschland über Frankfurt/Xetra handelbar.

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Berliner Linke in der Kritik: Koalitionsgespräche scheitern vorerst am Antisemitismus-Thema

08.10.2026


Die Bildung einer neuen Landesregierung in Berlin bleibt vorerst ungewiss. Linke, Grüne und SPD konnten sich zweieinhalb Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus weiterhin nicht auf eine gemeinsame Linie im Umgang mit Antisemitismus verständigen. Nach dem dritten sogenannten Vorgespräch verließ die Spitze der drei Parteien am Mittwochnachmittag den Tagungsort ohne öffentliche Stellungnahme. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gilt eine Einigung in der Frage als zentrale Voraussetzung, um in formelle Sondierungsgespräche über eine mögliche Regierung unter Führung der Linken einzusteigen.

Bereits für Donnerstag ist ein weiteres Treffen angesetzt. Ziel ist es, in dem seit geraumer Zeit in Berlin heftig diskutierten Themenkomplex voranzukommen. Vor allem Teile der Berliner Linken stehen seit längerem wegen Positionen zu Israel, Palästina und zum Thema Antisemitismus in der Kritik. Dabei geht es insbesondere um Äußerungen einzelner Parteimitglieder, die öffentlich als antisemitisch eingestuft oder entsprechend kritisiert wurden. Ohne eine belastbare Verständigung auf gemeinsame Grundsätze wollen SPD und Grüne nach eigener Darstellung den nächsten Schritt hin zu einem möglichen Regierungsbündnis nicht gehen.

Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte durch eine Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September. Dort waren nach dpa-Informationen sowohl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans als auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend. Letzterer soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird. Der Vorfall hat bei den potenziellen Koalitionspartnern für erhebliche Irritationen gesorgt und den Druck auf die Linke erhöht, sich klarer zu Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zu positionieren.

SPD und Grüne verlangen vor Beginn offizieller Sondierungen eine verbindliche Verständigung zu diesen Themenfeldern. Sondierungen sind die Vorstufe zu formalen Koalitionsverhandlungen, in denen ein Regierungsprogramm und die Ressortzuschnitte ausgehandelt würden. Ohne Konsens über den künftigen Kurs im Kampf gegen Antisemitismus und im Umgang mit problematischen Milieus in der Stadt bleibt der Weg zu einem möglichen Rot-Grün-Roten Bündnis aber blockiert. Welche Alternativen zu einem solchen Bündnis am Ende realistisch wären, ist bislang offen; entscheidend bleibt vorerst, ob die drei Parteien in der strittigen Grundsatzfrage noch zu einer gemeinsamen Linie finden.