Die Vereinigten Staaten von Amerika kämpfen mit dem schwersten Masernausbruch seit mehr als 35 Jahren. Die Gesundheitsbehörde CDC bestätigte am vergangenen Wochenende, dass in diesem Jahr bereits 5.182 Fälle der hochansteckenden Krankheit registriert wurden. Damit ist die Zahl der Infektionen so hoch wie nicht mehr seit dem Jahr 1991.
Die aktuelle Entwicklung markiert eine drastische Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Im gesamten Jahr 2025 wurden lediglich 2.289 Fälle verzeichnet, was weniger als die Hälfte der bisherigen Zahlen des laufenden Jahres entspricht. Diese Statistik unterstreicht die Geschwindigkeit, mit der sich die Krankheit derzeit im Land ausbreitet.
Besonders besorgniserregend ist die steigende Zahl der Todesopfer. In Wisconsin starb erstmals seit mehr als dreieinhalb Jahrzehnten ein Säugling an den Masern. Innerhalb einer Woche verstarben zudem zwei weitere Personen: ein Kind im Bundesstaat New York sowie eine Frau in Pennsylvania.
Die Rückkehr der Krankheit ist bemerkenswert, da die Masern in den USA im Jahr 2000 offiziell für ausgerottet erklärt worden waren. Als Hauptgrund für die erneute Verbreitung wird eine gewachsene Impfskepsis in Teilen der Bevölkerung angeführt. Diese Tendenz wird durch politische Akteure verstärkt.
Kritisch betrachtet wird die Rolle von Präsident Donald Trump und seinem Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., der als überzeugter Impfskeptiker gilt. Trump selbst suggeriert wiederholt einen angeblichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus, was im direkten Widerspruch zum aktuellen Stand der medizinischen Forschung steht.



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